Der Alpine A290 2026 ist ein mutiger Schritt in das Segment der elektrischen Hot-Hatch-Modelle und soll ein beeindruckendes Fahrerlebnis in einem kompakten Paket bieten. Der A290 basiert auf einer modifizierten Version der „Ampr Small“-Plattform von Renault-Nissan (obwohl das zukünftige Branding aufgrund der Umstrukturierung von Renault ungewiss ist) und ist nicht nur ein weiteres Elektrofahrzeug; Es handelt sich um ein leistungsorientiertes Auto, bei dem Agilität Vorrang vor absolutem Luxus hat.
Technik und Leistung: Auf Geschwindigkeit reduziert
Im Gegensatz zum ursprünglichen Konzept setzt der Serien-A290 auf einen einzelnen Elektromotor statt auf einen Doppelmotor-Aufbau. Dies ist kein Kompromiss, sondern eine bewusste Entscheidung, um das Gewicht niedrig zu halten und ein direktes, ansprechendes Fahrgefühl zu bewahren. Der Motor, der vom größeren Megane E-Tech stammt, liefert bis zu 215 PS (in der höher ausgestatteten Variante) und 221 Nm Drehmoment, wobei ein GT-Modell der unteren Preisklasse 174 PS bietet. Das Branding von Alpine rundet diese Zahlen spielerisch auf „220“ bzw. „180“ ab.
Das Auto teilt sich die Produktionslinien mit dem Renault 5, weist jedoch erhebliche mechanische Verbesserungen auf. Ein leichter Aluminium-Hilfsrahmen senkt die Position des Motors, während breitere Achsspuren (60 mm breiter als beim Renault 5) Platz für größere Räder und eine maßgeschneiderte Lenkgeometrie bieten. Verbesserungen der Aufhängung, einschließlich festerer Federn und hydraulischer Anschlagpuffer, verbessern das Fahrverhalten weiter. Die von Michelin entwickelten Performance-Reifen runden das Paket ab.
Gewicht und Abmessungen: Klein, aber oho
Der A290 wiegt weniger als 1,5 Tonnen und ist damit über 200 kg leichter als ein Mini Cooper SE – ein erheblicher Vorteil für ein kleines Elektrofahrzeug. Die bescheidene 55-kWh-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie ist als Strukturkomponente in das Chassis integriert, was Gewicht spart und gleichzeitig den Innenraum maximiert.
Die Abmessungen des Wagens – weniger als 4 Meter lang – sind auf Agilität optimiert, allerdings geht dies zu Lasten des Platzangebots für die Fondpassagiere. Alpine setzt darauf, dass das Fahrerlebnis etwaige Kompromisse bei der Praktikabilität kompensiert.
Kabine und Technik: Eine fahrerorientierte Umgebung
Der Innenraum ist funktional und fokussiert, wobei das Fahrerlebnis Vorrang vor großzügigem Komfort hat. Der Fahrersitz ist niedrig und bietet Halt, allerdings kann die Beinfreiheit für größere Fahrer knapp sein. Der Platz für die hinteren Passagiere ist für Kinder ausreichend, für Erwachsene jedoch eng. Der Stauraum ist begrenzt, da die Ablagefächer in den Türen flach sind und Getränkehalter fehlen.
Auf dem Infotainmentsystem läuft die Automotive-Software von Google und bietet eine reaktionsschnelle Navigation und wichtige Bedienelemente. Physische Tasten für Klima, ADAS und Fahrmodi ergänzen den Touchscreen und sorgen für eine ablenkungsfreie Benutzerfreundlichkeit. Eine spielerische Note umfasst spielerische Funktionen wie einen 0-62-Meilen-Timer und Kurven-Tutorials.
Fahrdynamik: Eine Rückkehr zum analogen Gefühl
Der A290 hält, was er verspricht, eine fesselnde Leistung zu bieten. Die Launch Control sorgt für kraftvolle Beschleunigung, jedoch ohne übermäßiges Durchdrehen der Räder. Die 215-PS-Version erreicht 60 Meilen pro Stunde in 7,3 Sekunden, während der 174-PS-GT 7,4 Sekunden benötigt. Die Torque-Steer-Funktion ist im gehobeneren Modell vorhanden und verstärkt das rohe, ungefilterte Fahrgefühl.
Die Lenkung ist kommunikativ und gut ausbalanciert und sorgt für eine präzise Rückmeldung. Das Fahrwerk ist lebendig und reaktionsfreudig und ermutigt den Fahrer, seine Grenzen auszuloten. Das Auto schwenkt scharf durch Kurven und bietet ein ausgewogenes und ansprechendes Erlebnis, das sich vernetzter anfühlt als viele andere kleine Elektrofahrzeuge.
Urteil: Ein neuer Standard für leistungsstarke Elektrofahrzeuge?
Der Alpine A290 ist nicht nur ein weiterer elektrischer Hot Hatch; es ist eine Aussage. Obwohl es vielleicht nicht das praktischste oder geräumigste Fahrzeug ist, zeichnet es sich durch seinen Fokus auf Fahrdynamik aus. Der A290 beweist, dass elektrische Leistung nicht bedeuten muss, auf das rohe, analoge Gefühl zu verzichten, nach dem sich Enthusiasten sehnen.
Letztendlich hat Alpine ein überzeugendes Paket zusammengestellt, bei dem Spaß und Engagement Vorrang vor Alltagstauglichkeit haben. Für Fahrer, die Wert auf Agilität und Konnektivität legen, ist der A290 ein ernstzunehmender Konkurrent im aufstrebenden Markt der leistungsstarken Elektrofahrzeuge.






















