Ein Herstellungsfehler beim Elektrotransporter Ford E-Transit könnte aufgrund eines möglichen Ausfalls der Feststellbremse zu unbeabsichtigten Bewegungen führen, auch im geparkten Zustand. Der Rückruf betrifft 279 Fahrzeuge, die zwischen 2021 und 2025 hergestellt wurden, wobei das Kernproblem eine unsachgemäß installierte hintere Antriebswelle ist.
Das Problem erklärt
Der Defekt führt dazu, dass es bei einigen E-Transit-Transportern während der Fahrt zu einem Leistungsverlust oder einem unerwarteten Wegrollen kommen kann, wenn sie ohne angezogene Feststellbremse an einer Steigung geparkt werden. In der offiziellen Rückrufmitteilung von Ford wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies das Unfallrisiko erhöht und möglicherweise zu schweren Verletzungen oder zum Tod von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern führen kann.
„Ein Stromausfall während der Fahrt und/oder eine unbeabsichtigte Bewegung des Fahrzeugs könnte das Risiko eines Unfalls erhöhen, der zu schweren Verletzungen oder zum Tod von Fahrzeuginsassen und/oder anderen Verkehrsteilnehmern führen könnte.“
Was Eigentümer tun müssen
Ford wird die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge direkt per E-Mail kontaktieren und sie anweisen, eine kostenlose Reparatur bei ihrem Händler vor Ort zu vereinbaren. Alternativ können Besitzer ihren bevorzugten Ford-Händler kontaktieren oder 13 36 73 anrufen, um weitere Informationen zu erhalten. Die Liste der Fahrzeugidentifikationsnummern (VIN) für betroffene Transporter ist in der offiziellen Rückrufdokumentation verfügbar.
Aktuelle Rückrufhistorie und allgemeinere Trends
Dies ist nicht der erste Rückruf für den E-Transit. Ende 2025 rief Ford 278 Einheiten wegen eines Problems mit der 12-Volt-Batterie zurück, durch die giftige Gase in den Innenraum gelangen könnten. Anfang 2025 wurden fast 30.000 Ford-Fahrzeuge verschiedener Modelle (einschließlich Diesel-Transit, Transit Custom, Ranger, Everest, Mustang, F-150 und Mustang Mach-E) aufgrund einer fehlerhaften Rückfahrkamera zurückgerufen.
Bemerkenswert ist, dass Ford im Jahr 2025 in Australien über 110.000 Fahrzeugrückrufe durchgeführt hat – deutlich mehr als jeder andere Autohersteller. Dies deutet auf ein Muster von Qualitätskontrollproblemen oder ein aggressives Rückrufmanagement hin, um sicherzustellen, dass Sicherheitsstandards eingehalten werden.
Die E-Transit-Rückrufe werfen neben dem allgemeinen Trend hoher Rückrufzahlen von Ford Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit neuerer Elektrofahrzeugdesigns und der Herausforderungen bei der Skalierung von Herstellungsprozessen für komplexe Systeme auf. Diese Themen verdeutlichen die Bedeutung robuster Tests und Qualitätssicherung beim Übergang zur Elektromobilität.
Betroffene Besitzer sollten vorrangig prüfen, ob ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist, und umgehend eine Reparatur vereinbaren, um das Sicherheitsrisiko zu mindern.
