Das Problem: Die Ford Motor Company führt einen großen Rückruf durch, der 4.380.609 Fahrzeuge betrifft, aufgrund eines Softwarefehlers, der dazu führen könnte, dass die Bremslichter und Blinker des Anhängers ausfallen. Dies betrifft mehrere beliebte Ford- und Lincoln-Modelle, darunter den meistverkauften Pickup F-150.
Betroffene Modelle und Nummern
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge der Modelljahre 2021 bis 2026. Hier ist eine Aufschlüsselung der Zahlen:
- Ford F-150: 2.297.857 Fahrzeuge
- Ford F-250: 1.135.063 Fahrzeuge
- Ford Maverick: 412.105 Fahrzeuge
- Ford Expedition: 317.604 Fahrzeuge
- Ford Ranger: 129.836 Fahrzeuge
- Lincoln Navigator: 75.029 Fahrzeuge
- Ford E-Transit: 13.115 Fahrzeuge
Das technische Problem
Die Ursache liegt in einer „Race Condition“ in der Software des Fahrzeugs. Das bedeutet, dass es zu unvorhersehbaren Zeitabläufen kommen kann, wenn mehrere Systeme gleichzeitig versuchen, auf gemeinsame Daten zuzugreifen, was dazu führen kann, dass das Anhängerbremsmodul die Kommunikation mit dem Fahrzeug verliert.
Dies führt dazu, dass die Bremslichter und Blinker eines angeschlossenen Anhängers nicht funktionieren und ein Sicherheitsrisiko für andere Fahrer entsteht. Besitzer erhalten möglicherweise Warnmeldungen wie „Störung des Anhängerbremsmoduls“ oder „Störung des Totwinkel-Assistenten“.
Wie Ford reagierte
Ford untersuchte dieses Problem erstmals im Oktober, schloss die Untersuchung jedoch vorübergehend ab. Nach Gesprächen mit der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) im Dezember, die darauf hindeuteten, dass der Fehler gegen Sicherheitsstandards verstoßen könnte, nahm Ford die Untersuchung wieder auf. Das Unternehmen stellte daraufhin über 400 Garantieansprüche im Zusammenhang mit dem Problem fest und leitete den Rückruf ein.
Bemerkenswert ist, dass laut Ford bislang keine Unfälle, Verletzungen oder Brände mit dem Problem in Zusammenhang standen.
Die Lösung: Over-the-Air-Update
Die Lösung ist ein Software-Update, das ab dem 17. März an die betroffenen Fahrzeuge verteilt wird. Das Update wird für die meisten Fahrzeuge per Over-the-Air (OTA) bereitgestellt, die vollständige Bereitstellung wird für Mai erwartet. Besitzer können für das Update auch einen Ford-Händler aufsuchen oder den mobilen Service des Unternehmens nutzen.
Dieser OTA-Ansatz ist besser als die Verpflichtung aller Besitzer, ihre Lkw zu einem Servicecenter zu bringen, was die Reparatur bequemer macht.
Zusammenfassung: Ford behebt proaktiv einen Softwarefehler, der die Bremssysteme des Anhängers beeinträchtigen könnte. Das Over-the-Air-Update bietet Millionen von LKW-Besitzern eine schnelle und relativ schmerzlose Lösung.























