Kalifornien entzieht Fahrern ohne Staatsbürgerschaft 13.000 Lkw-Führerscheine

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Kalifornien hat die gewerblichen Führerscheine (CDLs) von etwa 13.000 nicht ansässigen Lkw-Fahrern entzogen – Personen, die sich legal in den USA aufhalten, aber keinen ständigen Wohnsitz oder die Staatsbürgerschaft haben. Diese Maßnahme folgt auf monatelange Konflikte zwischen den staatlichen und bundesstaatlichen Behörden über die Gültigkeit der diesen Fahrern ausgestellten Führerscheine.

Das Kernproblem: Abgelaufene Anmeldeinformationen

Der Streit geht auf CDLs zurück, die nicht ansässigen Fahrern gewährt wurden und deren Ablaufdaten nicht mit ihrem rechtmäßigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten übereinstimmten. Die bundesstaatlichen Vorschriften gestatten es diesen Personen, CDLs zu erhalten, schreiben aber vor, dass die Ablaufdaten der Lizenzen genau mit ihrer rechtmäßigen Anwesenheit übereinstimmen.

Das kalifornische DMV versuchte, die Situation zu korrigieren, indem es Lizenzen mit korrigierten Ablaufdaten neu ausstellte. Die Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA) intervenierte jedoch und blockierte die Lösung des Staates. Dies hat zu erheblichen Störungen in der gewerblichen Lkw-Branche des Staates geführt.

Konflikt zwischen Staat und Bund

Staatsbeamte argumentieren, dass die entzogenen Fahrer zum Zeitpunkt der Ausstellung ihrer Lizenzen voll qualifiziert waren und alle erforderlichen Tests, Sprachtests und Sicherheitsüberprüfungen bestanden hatten. Steve Gordon, kalifornischer DMV-Direktor, warf der Bundesregierung vor, die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen zu nutzen, um Fachkräfte aus der Arbeitswelt des Staates zu entfernen.

„Diese Bundesverwaltung nutzt ihren Krieg gegen die Einwanderung, um qualifizierte, hart arbeitende Berufskraftfahrer aus unserer Belegschaft zu entfernen“, sagte Gordon gegenüber NBC San Diego.

Die FMCSA hat die Fähigkeit Kaliforniens, neue CDLs zu verarbeiten, zurückgehalten, bis das Problem gelöst ist. Während sich Fahrer erneut bewerben können, werden keine neuen Gewerbelizenzen ausgestellt, bis die Bundespause aufgehoben wird. Nichtansässige Personen haben weiterhin die Möglichkeit, einen Führerschein der Klasse C für Personenkraftwagen zu erhalten, sind jedoch gesetzlich vom Führen von Nutzfahrzeugen ausgeschlossen.

Warum das wichtig ist

Diese Situation unterstreicht die zunehmende Spannung zwischen der Einwanderungspolitik der Bundesstaaten und der Bundesstaaten. Der Entzug von Lizenzen gibt Anlass zur Besorgnis über Unterbrechungen der Lieferkette, Arbeitskräftemangel in der Speditionsbranche und die umfassenderen wirtschaftlichen Auswirkungen der restriktiven Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen. Der Konflikt verdeutlicht auch die starre Auslegung der Bundesvorschriften durch die FMCSA, die offenbar der strikten Einhaltung Vorrang vor praktischen Lösungen einräumt.

Dies ist kein Einzelfall. Eine ähnliche Prüfung von Führerscheinen von Personen ohne Wohnsitz in anderen Bundesstaaten wurde in anderen Bundesstaaten durchgeführt, beispielsweise in North Carolina, wo Beamte berichteten, dass 54 % dieser Führerscheine als ungültig erachtet wurden.

Die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen bleiben unklar, sie signalisieren jedoch eine Verschärfung der bundesstaatlichen Aufsicht über staatlich ausgestellte gewerbliche Fahrerlaubnisse für Nichtstaatsangehörige.