2026 Ferrari 849 Testarossa: Ein umfassender Testbericht

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2026 Ferrari 849 Testarossa: Ein umfassender Testbericht

Ferraris neuestes Flaggschiff, der 849 Testarossa, bietet gegenüber seinem Vorgänger, dem SF90, eine erhebliche Leistungssteigerung. Dank der vergrößerten Turboladergröße und optimierten Motoreinbauten verfügt der Hybridantriebsstrang nun über eine Gesamtleistung von 1036 PS (1050 PS). Dies führt zu einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 2,3 Sekunden, obwohl die realen Bedingungen wahrscheinlich langsamer sein werden.

Antriebsstrang und Leistung

Der 4,0-Liter-V8-Motor erhält eine Leistungssteigerung um 50 PS und erhöht die Gesamtleistung auf 819 PS. Größere Turbos – abgeleitet aus dem GT3-Rennprogramm von Ferrari – erhöhen den Druck, während Modifikationen an Auspuff, Zylinderköpfen und Ladeluftkühlern die Leistung weiter steigern. Das Plug-in-Hybridsystem (PHEV) bleibt weitgehend unverändert, unterstützt aber jetzt eine elektrische Reichweite von 16 Meilen mit einer 7,45-kWh-Batterie.

Das Dual-Motor-Setup (zwei vorne, einer hinten) ermöglicht eine schnelle Gasannahme, eine Reduzierung des Turbolochs und sogar eine Anpassung der Motordrehzahl beim Herunterschalten. Die aktualisierte Software von Ferrari integriert dies mit Traktions- und Stabilitätskontrolle sowie verbesserten Bremskomponenten (410 mm vorne, 372 mm hinten) und optionalen Magneride- oder Multimatic-Dämpfern.

Innenraum und Ergonomie

Das Cockpit des 849 ist eine Weiterentwicklung des Designs des SF90 und bietet weiterhin zwei Sitze und eine solide Fahrposition. Die bemerkenswerteste Verbesserung ist die Rückkehr physischer Tasten am Lenkrad – eine direkte Reaktion auf Kundenfeedback. Ferrari hat außerdem den Gangwahlschalter näher an der Sichtlinie des Fahrers positioniert, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Die Materialqualität bleibt hoch, der Gepäckraum ist jedoch immer noch auf den vorderen Kofferraum beschränkt.

Fahrerlebnis

Der Motor des 849 ist deutlich kräftiger als der des SF90, mit außergewöhnlichem Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich und einer Drehzahlbereitschaft von bis zu 8.000 U/min. Auf nasser Strecke zeigt das Auto eine aggressive Leistungsentfaltung, die eine sorgfältige Drosselklappensteuerung erfordert. Die Lenkung ist schnell, aber nicht übermäßig empfindlich und geht schnell vom Untersteuern zum Übersteuern über.

Auf der Straße sorgt der 849 mit adaptiven Dämpfern und Pirelli P Zero R-Reifen für ein überraschend komfortables Fahrgefühl auch auf unebenem Untergrund. Ferraris „Bumpy Road“-Einstellung im Fahrmodus-Wahlschalter verstärkt dies noch.

Die elektrischen Komponenten steigern die Leistung auf subtile Weise, ohne das Auto offen als PHEV zu bewerben. Trotz der offiziellen Kraftstoffverbrauchswerte von 30,4 mpg macht aggressives Fahren jegliche Effizienzgewinne zunichte. Der Elektromotor ist in erster Linie dazu da, die Leistung zu maximieren.

Preise und Wert

Der 849 Testarossa startet bei etwa 400.000 £, während das Spider-Cabrio etwas mehr als 440.000 £ kostet. Dies entspricht einem Preisanstieg von 7 % gegenüber dem SF90, aber die Verbesserungen bei Handhabung und Engagement rechtfertigen die Kosten.

Ferrari hat sein Flaggschiffmodell erfolgreich weiterentwickelt und so ein ansprechenderes und lohnenderes Fahrerlebnis geschaffen. Der 849 ist nicht nur ein inkrementelles Upgrade; Es stellt einen bedeutenden Fortschritt sowohl in der Leistung als auch in der Fahreranbindung dar.