Autobesitzrechte in der Debatte: Kongress erwägt Datenkontrolle und Zugang zu Reparaturen

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Autobesitzrechte in der Debatte: Kongress erwägt Datenkontrolle und Zugang zu Reparaturen

Zwei Gesetzesentwürfe, die derzeit dem US-Kongress vorgelegt werden, könnten die Beziehung zwischen Autobesitzern und -herstellern neu gestalten und den wachsenden Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Reparaturmonopolen Rechnung tragen. Die vorgeschlagenen Gesetze, das DRIVER Act und das REPAIR Act, zielen darauf ab, Einzelpersonen mehr Kontrolle über die von ihnen gekauften Fahrzeuge zu geben – einschließlich der Daten, die diese Fahrzeuge generieren und wie sie gewartet werden.

Der Kampf um Dateneigentum: Der DRIVER Act

Der von republikanischen Vertretern eingeführte DRIVER Act basiert auf dem Grundsatz, dass der Besitzer eines Fahrzeugs auch Eigentümer der von ihm erzeugten Daten sein sollte. Dazu gehören sensible Informationen wie Biometrie, genaue Standortverfolgung und Fahrerverhalten. Autohersteller müssten einen sicheren Zugriff auf diese Daten in Echtzeit bereitstellen, damit die Eigentümer sie nach Belieben löschen können und ihnen die klare Möglichkeit gegeben wird, den Verkauf gänzlich zu verhindern.

Während der Gesetzentwurf eine anonymisierte Datenerfassung für Forschungs- und Diagnosezwecke ermöglicht, zielt er darauf ab, die unkontrollierte Anhäufung und den Verkauf persönlicher Fahrinformationen einzuschränken. Der Kongressabgeordnete Scott Perry aus Pennsylvania argumentiert, dass dies eine Frage der verfassungsmäßigen Privatsphäre sei: ** „Autohersteller verfolgen heimlich, wo, wann und wie Sie fahren – und das stellt eine offensichtliche Bedrohung Ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Privatsphäre dar.“**

Erweiterung der Reparaturmöglichkeiten: Das REPAIR Act

Das REPARATUR-Gesetz adressiert den zunehmend eingeschränkten Reparaturmarkt. Den Autoherstellern wird vorgeworfen, wichtige Reparaturdaten, Werkzeuge und Zugang vorzuenthalten, wodurch Besitzer zu teuren Händlerdiensten gezwungen oder unabhängige Werkstätten behindert werden. Dieser Gesetzentwurf würde vorschreiben, dass Hersteller den Besitzern den gleichen Zugriff auf fahrzeuggenerierte Daten gewähren, wie sie autorisierten Reparaturanbietern gewähren.

Der Kongressabgeordnete Neal Dunn aus Florida erklärte: „Ihr Fahrzeug gehört Ihnen, nicht dem Hersteller.“ Dies soll die Reparaturkosten senken und den Wettbewerb fördern, indem es den Eigentümern ermöglicht wird, zu entscheiden, wo und wie ihre Fahrzeuge gewartet werden.

Warum diese Gesetzesentwürfe wichtig sind: Überwachung und Kontrolle

Bei der Debatte geht es nicht nur um Bequemlichkeit; Es geht um Eigentum im Zeitalter der Datenerfassung. Autohersteller profitieren bereits durch den Verkauf von Fahrdaten an Versicherer und andere Dritte, wodurch möglicherweise die Prämien erhöht oder die Preise beeinflusst werden. Lobbygruppen wie die Alliance for Automotive Innovation kämpfen aktiv gegen Gesetze zum Recht auf Reparatur und argumentieren manchmal vor Gericht, dass auf öffentlichen Straßen keine Privatsphäre erwartet werde.

Die National Automobile Dealers Association lehnt das REPAIR Act ab und behauptet, dass bestehende Vereinbarungen den Zugang zu Reparaturen garantieren, Softwaresperren und Abonnementgebühren jedoch weiterhin den Zugang zu unabhängigen Mechanikern behindern. Verbraucher sollten nicht extra bezahlen müssen, nur um auf die Diagnosecodes ihres eigenen Fahrzeugs zuzugreifen.

Autohersteller rechtfertigen Datenbeschränkungen häufig mit Sicherheitsaspekten, auch wenn sie Hochleistungsfahrzeuge verkaufen, die gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten können. Diese Heuchelei befeuert den Drang nach klareren Eigentumsgrenzen.

Die Reaktion der Branche: Widerstand und Fehlinformationen

Einige Organisationen, wie RevUp American, verbreiten Fehlinformationen über den REPAIR Act und behaupten fälschlicherweise, dieser würde „Außenstehenden“ uneingeschränkten Zugang zu Fahrzeugsystemen gewähren. In Wirklichkeit verlangt der Gesetzentwurf von den Autoherstellern, den Besitzern den gleichen Zugang zu gewähren wie autorisierten Reparaturanbietern.

Die Kongressabgeordnete Marie Gluesenkamp Perez hob das umfassendere Problem hervor: ** „Die Amerikaner haben es satt, Lippenbekenntnisse über Preissenkungen oder die Achtung des Handels zu verlieren … Wir wollen in der Lage sein, unsere eigenen Probleme zu lösen.“**

Der Kern der Opposition ist eine paternalistische Sichtweise der Autohersteller, die ihren Kunden misstrauen und es vorziehen, jeden Aspekt des Fahrzeugbesitzes zu kontrollieren. Dazu gehört auch die Erhebung und Monetarisierung von Daten ohne ausdrückliche Einwilligung.

Diese Gesetzesentwürfe sind keine Komplettlösungen, aber sie sind ein notwendiger erster Schritt zur Wiederherstellung der Verbraucherrechte in der Automobilindustrie. Es ist von entscheidender Bedeutung, Ihre Vertreter zu kontaktieren, um Ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen.

Letztendlich hängt die Zukunft des Autobesitzes davon ab, ob der Gesetzgeber die individuelle Kontrolle über den Unternehmensgewinn priorisieren wird.

Hier finden Sie Ihren Vertreter und wie Sie ihn kontaktieren können.