Der Suzuki Ignis hat sich als überraschend leistungsfähiger und zuverlässiger Kleinwagen erwiesen, insbesondere für Stadt- und Landfahrer, die Vielseitigkeit suchen. Jüngste Zuverlässigkeitsumfragen bescheinigen ihm einen Spitzenplatz in seiner Klasse und machen ihn zu einer attraktiven Wahl auf dem Gebrauchtmarkt. Trotz seiner Stärken sollten sich potenzielle Käufer der spezifischen Probleme bewusst sein, die bei Exemplaren mit höherer Kilometerleistung auftreten können.
Zuverlässigkeit und häufige Probleme
Der Ignis belegt in Zuverlässigkeitsstudien durchweg Spitzenplätze. Der 1,2-Liter-Dualjet-Benzinmotor ist im Allgemeinen solide, ältere, schlecht gewartete Modelle können jedoch einen übermäßigen Ölverbrauch aufweisen. Elektrische Störungen, die Bluetooth, Smartphone-Spiegelung und die Rückfahrkamera betreffen, sind ebenfalls möglich, können jedoch häufig durch vorübergehende Korrekturen (z. B. einen Neustart oder eine USB-Verbindung) behoben werden.
Bremsenquietschen, das durch Korrosion an den Bremssätteln verursacht wird, ist ein weiteres bekanntes Problem, das durch eine normale Bremsenwartung leicht behoben werden kann. Achten Sie bei Schaltgetrieben auf ein Knirschen im ersten oder Rückwärtsgang – ein lockerer Kupplungszug oder eine lockere Halterung ist die wahrscheinliche Ursache, wobei der Austausch der Halterung etwa 20 £ kostet. Kupplungsruckeln kommt häufig vor, kann aber durch höhere Drehzahlen beim Start minimiert werden.
Untersuchen Sie abschließend die Karosserie auf Beschädigungen und prüfen Sie bei Allradmodellen die Unterseite auf Abnutzung im Gelände.
Praktikabilität und Leistung
Der Ignis ist kein Hochleistungsauto, er beschleunigt von 0 auf 100 km/h in etwa 11 bis 12 Sekunden. Es bietet jedoch genügend Leistung für komfortables Fahren auf der Autobahn und reaktionsschnelles Beschleunigen im Verkehr. Das Hybridsystem erhöht das Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen und reduziert so den Bedarf an aggressivem Fahren. Das Getriebe ist leichtgängig und präzise und das Bremsen erfolgt dank der regenerativen Bremswirkung des Hybridsystems sanft.
Der Kraftstoffverbrauch ist hervorragend und liegt unter realen Bedingungen leicht über 50 mpg, bei vorsichtiger Fahrweise sind bis zu 65 mpg möglich.
Geländetauglichkeit und Komfort
Obwohl der Ignis in erster Linie ein Stadtauto ist, bietet er – insbesondere in der Allgrip-Ausstattung (4×4) – überraschende Geländetauglichkeit. Für anspruchsvolleres Gelände sind Fahrwerkshöherlegungssätze erhältlich. Allerdings ist der Kofferraumraum begrenzt: 204 Liter beim 4×4, 267 Liter bei den Modellen mit Frontantrieb.
Die Fahrqualität hat sich seit der Überarbeitung 2020 verbessert, bleibt jedoch leicht stabil, insbesondere in der Version mit Allradantrieb aufgrund der angetriebenen Hinterachse. Der Kabinenlärm ist bei Autobahngeschwindigkeit spürbar, aber typisch für diese Klasse. Das Handling ist eher entspannt als sportlich, der Grip ist aber ausreichend. Mit der entsprechenden Bereifung meistert das Allgrip-Modell überraschend anspruchsvolles Gelände und vermittelt trotz seiner bescheidenen Leistung (unter 100 PS) ein Gefühl von geringer Reichweite.
Wert und Alternativen
Der Ignis ist nicht mehr das gleiche Schnäppchen wie früher, aber er bleibt einer der wenigen Kleinwagen mit echter Geländetauglichkeit. Der eingestellte Fiat Panda 4×4 war ein direkter Konkurrent, während der größere Dacia Duster 4×4 eine größere Vielseitigkeit für diejenigen bietet, die bereit sind, die Größe zu tauschen. Andere Supermini bieten vielleicht mehr Raffinesse, aber nur wenige können mit der Kombination aus Praktikabilität, Leistungsfähigkeit und Charakter mit dem Ignis mithalten.
Der Suzuki Ignis ist einer der nützlichsten Kleinwagen auf dem Markt und bietet eine einzigartige Mischung aus Stadttauglichkeit und Landtauglichkeit zu einem vernünftigen Preis.























