Brandgefahr der Batterie des Volvo EX30: Besitzer werden aufgefordert, den Ladevorgang einzuschränken

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Volvo hat Besitzer bestimmter EX30-Elektrofahrzeugmodelle vor der möglichen Brandgefahr der Batterie gewarnt. Das Problem betrifft Langstreckenversionen des Fahrzeugs – insbesondere die Single Motor Extended Range und Twin Motor Performance – und erfordert von den Besitzern, beim Laden sofort Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Das Problem: Überhitzung der Batteriezellen

Das Risiko entsteht durch Überhitzung der 69-kWh-Nickel-Mangan-Kobalt-Akkus, die in diesen EX30-Varianten verwendet werden. Wenn einzelne Batteriezellen überhitzen, kann dies einen Brand auslösen, der sich schnell über den gesamten Akku ausbreitet und möglicherweise das Fahrzeug entzündet. Dies ist kein theoretisches Risiko; Volvo hat bestätigt, dass dieses Problem bei sieben von 33.777 betroffenen Fahrzeugen (ca. 0,02 %) aufgetreten ist. Glücklicherweise wurden bisher keine Verletzten gemeldet.

Dringende Ladebeschränkungen

Um das Brandrisiko zu verringern, rät Volvo in Absprache mit der Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA) Besitzern, ihren EX30 beim Laden in Innenräumen oder auf überdachten Parkplätzen nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Noch wichtiger ist, dass die Marke Besitzern empfiehlt, ihren maximalen Ladezustand auf 70 % zu begrenzen. Das Unternehmen gibt an, dass die Wahrscheinlichkeit einer Überhitzung bei diesem Wert „erheblich reduziert“ ist.

Diese Einschränkung kann einfach über das Touchscreen-Infotainmentsystem des Fahrzeugs eingestellt werden. Der EX30 zeigt außerdem eine Warnung an: „Gefahr! Überhitzung der Batterie. Halten Sie jetzt sicher an und verlassen Sie das Auto.“ – wenn die Zellen während des Ladevorgangs zu überhitzen beginnen.

Warum das wichtig ist: Sicherheit und Transparenz von Elektrofahrzeugen

Diese Situation verdeutlicht eine entscheidende Herausforderung, vor der die Elektrofahrzeugindustrie steht: die Batteriesicherheit. Während Brände von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Bränden von Benzinautos selten sind, können sie deutlich schwieriger zu löschen sein und erhebliche Risiken mit sich bringen. Die proaktive Reaktion von Volvo – einschließlich der Anerkennung des Problems, der Bereitstellung klarer Anweisungen für die Eigentümer und der Vorbereitung eines Rückrufs – ist ein positives Beispiel für Transparenz.

Die DVSA-Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und eine dauerhafte Lösung wird derzeit entwickelt. Volvo plant, betroffene Fahrzeuge zurückzurufen, sobald die Lösung abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit werden alle EX30-Besitzer mit der gefährdeten Batteriekonfiguration kontaktiert, um die 70-Prozent-Ladegrenze durchzusetzen.

Welche Modelle sind betroffen?

Das Problem betrifft nicht das Einstiegsmodell Single Motor EX30, das eine andere Batteriechemie (Lithium-Eisen-Phosphat) verwendet, die weniger anfällig für Überhitzung ist. Von dieser Warnung sind nur die Long-Range-Varianten mit dem Nickel-Mangan-Kobalt-Paket betroffen.

Volvo ist bestrebt, dieses Problem so schnell wie möglich zu beheben und arbeitet eng mit den Aufsichtsbehörden zusammen, um die Sicherheit seiner Kunden zu gewährleisten.

Das schnelle Handeln und die klare Kommunikation des Unternehmens zeigen die Bereitschaft, potenzielle Risiken direkt anzugehen, und unterstreichen die Bedeutung der Batteriesicherheit im sich schnell entwickelnden Markt für Elektrofahrzeuge.