Der Hyundai Tucson der nächsten Generation zeigt endlich sein Gesicht, und sagen wir einfach, er wirft die Haut seines Vorgängers ab. Aktuelle Erlkönigbilder von europäischen Teststrecken zeigen einen koreanischen SUV, der überhaupt nicht wie das aktuelle Modell aussieht. Hyundai hat eindeutig auf Subtilität verzichtet. Die neue Designsprache – „Art of Steel“ genannt – ist aggressiv, robust und ehrlich gesagt viel interessanter.
Dies ist nicht nur eine Auffrischung. Es ist ein grundlegendes Umdenken. Und da Konkurrenten wie der Nissan Qashqai und der VW Tiguan im Umlauf sind, setzt Hyundai darauf, dass dieser neue Tucson im Jahr 2024 ein Bestseller sein wird. Aber lohnt es sich, darauf zu warten? Oder sollten Sie die aktuelle Aktie kaufen, während sich die neue noch im Stealth-Modus befindet? Lassen Sie uns zusammenfassen, was wir über diesen Game-Changer wissen.
Eine radikale Neugestaltung für den Hyundai Tucson der nächsten Generation
Wenn Sie dachten, der aktuelle Tucson sei der Höhepunkt des Hyundai-Designs, denken Sie noch einmal darüber nach. Simon Loasby, Chef-Außendesigner von Hyundai, hat einen klaren Weg für die Zukunft aufgezeigt. Der neue Tucson teilt die DNA mit dem koreanischen Avante (der in Europa möglicherweise den i30 ersetzen wird), zeichnet sich jedoch durch eine eigene, kühne Identität aus.
Schauen Sie sich die Spionagefotos an. Sie werden die Muschelschale erkennen – das einzelne Teil, das den Motorraum abdeckt –, das der Frontpartie ein elegantes, ununterbrochenes Aussehen verleiht. Die Radkästen sind übertrieben und wölben sich über großen, komplizierten Leichtmetallfelgen. Es ist kastenförmig. Es ist aufrecht. Es ist eine deutliche Abkehr von den kurvigen, geschwungenen Linien des alten Tucson.
„Wir stellen keine Nistpuppen her … Sie werden sehen, wie sich das bei unseren Produkten entwickelt.“ – Simon Loasby
Die Windschutzscheibe lässt sich dank der verdunkelten A-Säulen umschließen und sorgt so für den Eindruck, als würde man von der Kabine ausgehen. Im Innenraum liegt die Dachlinie höher. Die Heckklappe ist vertikaler als zuvor, was keine stilistische Laune ist, sondern eine praktische Maßnahme zur Vergrößerung des Kofferraums. Für Familien ist das riesig. Das Heck wird nicht dramatisch abfallen; es wird funktionsfähig sein.
Innenraumtechnik, die nicht ablenkt
Hier könnte Hyundai Sie tatsächlich überraschen. In einer Branche, die von riesigen Tablets auf dem Armaturenbrett besessen ist, zieht sich Hyundai zurück.
Der Tucson der nächsten Generation wird das derzeitige Doppelbildschirm-Setup über Bord werfen. Erwarten Sie stattdessen einen großen zentralen Touchscreen, begleitet von einer Reihe echter physischer Tasten. Warum? Denn das Hantieren mit Menüs während der Fahrt mit 70 Meilen pro Stunde auf dem M4 ist ein Albtraum.
Loasby äußerte sich unverblümt zu dieser Philosophie. „Die sicherste Art zu fahren ist, die Straße im Auge zu behalten“, sagte er. „Man merkt schnell, dass der mittlere Bildschirm nur eine Ablenkung ist.“
Das Fahrerdisplay ist ein kleiner, hoch angebrachter Bildschirm. Um es sichtbar zu machen, ohne die Sicht zu beeinträchtigen, ist das Lenkrad kleiner und flacher – sozusagen im Peugeot-Stil. Das Ziel besteht nicht darin, den Innenraum wie ein Technikfest aussehen zu lassen. Es soll ruhig, luxuriös und offen wirken.
Loasby behauptet, neun physische Kontrollen seien der optimale Punkt. Neun. Das ist viel mehr als die wenigen Tasten, die die meisten Konkurrenten bieten. Sie stellen Klima, Lautstärke und wichtige Fahrzeugfunktionen ein, ohne den Blick vom Asphalt abzuwenden. Es ist eine Rückkehr zur Vernunft in einer Zeit der Bildschirmsättigung.
Hybridantriebe übernehmen die Führung
Was ist unter dem Metall? Kein vollwertiges Elektroauto. Das ist dem Ioniq 5 und dem kommenden Ioniq 4 vorbehalten, der auf ein anderes Segment abzielt. Der Tucson setzt jedoch verstärkt auf Hybridisierung.
Erwarten Sie, dass Mild-Hybride und Plug-in-Hybride das Angebot in Großbritannien und Europa dominieren werden. Doch der Star ist das neue hauseigene Full-Hybrid-System. Es kombiniert einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit Turbolader und zwei Elektromotoren. Einer sitzt im Getriebe, der andere fungiert als Startergenerator.
Das Ergebnis? 380 Nm Drehmoment. Das sind 13 Nm mehr als beim bisherigen Hybridsystem. Laut Hyundai ist die Effizienz um über 4 % gestiegen. Es ist reaktionsschneller. Es ist einfacher zu fahren.
Und für diejenigen, die Nervenkitzel wollen? Ein hochspezialisiertes „N“-Modell befindet sich wahrscheinlich in der Entwicklung und nutzt diese neue Hybridarchitektur, um in seiner Gewichtsklasse einen Vorsprung zu erzielen. Auf absehbare Zeit ist kein vollelektrischer Tucson geplant. Der Fokus liegt weiterhin auf elektrifizierter Effizienz und nicht auf emissionsfreier Reinheit.
Sollten Sie jetzt kaufen oder warten?
Der neue Tucson soll in den nächsten Monaten enthüllt werden. In Europa laufen derzeit die letzten Tests. Es ist Teil einer massiven Produktoffensive, die auch aktualisierte Bayons, Kona-Modelle und schließlich einen aktualisierten Santa Fe bringen wird.
Also, was ist der Schritt?
Wenn Sie nicht warten können, ist der Kauf aktueller Aktien eine kluge Entscheidung. Die Händler räumen ihre Lagerbestände aus und die Preise könnten sinken, wenn das neue Modell auf den Markt kommt. Sie erhalten ein bewährtes Auto, sofortige Verfügbarkeit und wahrscheinlich gute Rabatte.
Wenn Sie jedoch die Spitzentechnologie, das Rundum-Design, die physischen Tasten und das zusätzliche Drehmoment des neuen Hybridsystems wünschen, wird sich das Warten lohnen. Der Tucson der nächsten Generation entwickelt sich nicht einfach weiter. Es verändert das Spiel.
Und ganz ehrlich? Wir sind bereit.























