Puristen könnten stöhnen. Sie wollen Leder, sie wollen Abgasgeräusche, sie wollen den Geruch von verbranntem Gummi. Aber Porsche hat dieses Elektrofahrzeug nicht gebaut, um Geistern zu gefallen. Der brandneue Cayenne Electric soll beweisen, dass ein elektrischer Mittelklasse-SUV immer noch wie ein Porsche fahren kann.
Es ist schnell. Heftig schnell.
Wir sprechen von einer Maschine, die sich wie auf Schienen bewegt und gleichzeitig sechs Personen und ihre Ausrüstung befördert. Es ist praktisch, ohne langweilig zu sein. Das ist der knifflige Teil, oder? Die meisten Elektrofahrzeuge fühlen sich an wie Computer auf Rädern. Das fühlt sich an wie ein Sportwagen, der das Transportieren gelernt hat.
Schauen wir uns die Zahlen an. Denn bei einem Turbo-Modell mit 1.139 PS braucht man sie.
Antriebsstrangoptionen: Wie viele PS sind genug?
Es gibt drei Geschmacksrichtungen. Alle haben Doppelmotoren. Alle übertragen die Kraft auf alle vier Räder. Sie können keine Version mit Hinterradantrieb kaufen, und ehrlich gesagt sollten Sie auch keine wollen.
Das Basismodell startet mit 435 PS. Es geht schnell genug. Vielleicht zu viel. Wenn Sie das „S“-Emblem wünschen, haben Sie 657 PS vor sich. Das ist eine beachtliche Beschleunigung für den Alltagsbetrieb.
Aber dann ist da noch der Turbo.
1.139 PS.
Es ist der stärkste Porsche, der je gebaut wurde. Die spritfressenden V8-Motoren der Vergangenheit können es in sich haben, aber das ist ein lautloses Drehmoment, das Sie an Ihren Sitz fesselt, bevor Ihr Gehirn merkt, was passiert. Die behauptete 0-60-Zeit? 2,4 Sekunden. Wir glauben, dass es schneller gehen wird.
Der Cayenne Electric nutzt eine 800-Volt-Architektur. Das ist nicht nur Marketing-Flausch. Es ermöglicht ein schnelleres Laden. Und die Turbo-Ausstattung sorgt für aktive Aerodynamik. Aero-Blätter springen bei Autobahngeschwindigkeit hinter Ihnen hervor und schneiden durch die Luft. Weniger Widerstand bedeutet mehr Reichweite. Das ist Ingenieurskunst, die man sehen kann.
Der Turbo ist der Hammer. Es fährt nicht nur schnell; Es verändert die Art und Weise, wie das Auto mit dem Wind interagiert.
Leistung: 0–60 Mal und Handhabung
Basismodelle erreichen in 4,5 Sekunden eine Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde. Das S benötigt 3,6. Der Turbo? Porsche behauptet 2.4. Unsere Tests haben die reale Zeit des Turbos noch nicht bestätigt, aber angesichts der Physik wird sie wahrscheinlich in den niedrigen 2-Sekunden-Bereich absinken.
Denken Sie darüber nach. Ein schwerer SUV. Über 6.000 Pfund. Schneller unterwegs als Supersportwagen zum halben Preis.
Porsche stattet fast alle Ausstattungsvarianten mit dem Active Ride-Fahrwerk aus. Wenn Sie es noch nicht erlebt haben, stellen Sie sich einen fliegenden Teppich vor. Das Auto flacht bei Unebenheiten ab. Körperrolle? Gegangen. Bei unserem Test des serienmäßigen Cayenne EV war der Komfort umwerfend. Modelle ohne Active Ride erhalten Zweiventildämpfer und Luftfedern. Immer noch gut. Immer noch verfeinert. Aber Active Ride ist der Traum.
Hinterachslenkung ist vorhanden. Es trägt dazu bei, dass dieses große Fahrzeug auf Parkplätzen enger einfährt. Der Turbo verfügt serienmäßig über einen Torque-Vectoring-Sperrschlupf. Es bringt die Kraft dorthin, wo Sie sie brauchen. Kurvenstabilität? Beeindruckend.
Im Vergleich: Der benzinbetriebene Cayenne Turbo GT ist schnell. Der elektrische Turbo ist schneller. Und leichter? Nein, es ist schwerer. Um über 1.000 Pfund. Dennoch schlägt es das Monster mit Verbrennungsmotor. Physik hat Sinn für Humor.
Abschleppen und Nutzlast: Kann es transportiert werden?
Hier wird es interessant. Die Zugleistung des Cayenne Electric beträgt 7.716 Pfund.
Die meisten Menschen fahren nicht mit einem Elektrofahrzeug. Die meisten Menschen besitzen keinen SUV. Aber wenn Sie das tun, ist diese Zahl wichtig.
Warum ist es wichtig? Denn mit 7.716 Pfund liegt es im Luxusbereich. Der Cadillac Vistiq? Es zieht 2.716 Pfund weniger. Der Rivian R1S? Es liegt gleichauf mit dem Cayenne bei 7.716. Es ist nicht nur ein Pendler. Es handelt sich um ein als Grand Tourer getarntes Nutzfahrzeug.
Reichweite und Aufladung: Die wahren Zahlen
Die EPA hat die endgültigen Zahlen noch nicht gestempelt. Porsche ist es auch nicht. Aber Car and Driver schätzt die reale Reichweite auf 330 bis 340 Meilen.
Das reicht für die meisten. Für andere ist es das nicht. Die Einführung von Elektrofahrzeugen wartet immer noch auf den magischen 400-Meilen-Standard für alle. Aber für die durchschnittliche tägliche Fahrt plus einen Wochenendausflug? Dir geht es gut.
Beim Laden glänzt das 800-Volt-System.
Spitzenladeleistung: 400 kW.
Porsche erreicht 10 % bis 80 % in nur 16 Minuten. Das ist schneller als fast jedes andere Elektrofahrzeug auf dem heutigen Markt. Unter bestimmten Bedingungen sogar schneller als der Lucid Air.
Und schau dir den Stecker an. Porsche übernimmt den NACS -Standard (Teslas Port). Sie können Supercharger direkt anschließen. Auf der anderen Seite gibt es auch einen CCS-Port, wenn Sie ältere Netzwerke bevorzugen. Dieser duale Ansatz sorgt dafür, dass Reichweitenangst für Besitzer, die bereits das Tesla-Netzwerk nutzen, kein Problem darstellt.
Beim Laden eines Elektrofahrzeugs geht es nicht mehr darum, Ihr Leben rund um Steckdosen zu planen. Es geht darum, Kaffee zu trinken. Der Cayenne Electric beweist es.
Innenraum: Technik statt Tradition?
Schieben Sie hinein. Wenn man die Augen zusammenkneift, sieht es aus wie ein Benzin-Cayenne. Die Sitze sind vertraut. Das Lenkrad kommt mir bekannt vor. Aber das Armaturenbrett hat eine radikale Veränderung erfahren.
Vorbei ist das traditionelle Cluster-Layout. An seiner Stelle steht das „Flow Display“. Es handelt sich um einen gebogenen OLED-Bildschirm, der sich zum Fahrer hin erstreckt. Es ist wie ein einziges Stück Glas mit der Mittelkonsole verbunden. Es ist wunderschön. Es ist modern. Einige werden die analogen Zifferblätter vermissen. Andere werden sich nach der Klarheit der digitalen Anzeige sehnen.
Optionales Beifahrerdisplay: 14,9 Zoll.
Ja, Ihr Beifahrer erhält einen speziellen Bildschirm für Navigation oder Video. Es ist umstritten. Ist es ablenkend? Vielleicht. Ist es cool? Absolut.
Raum und Fracht
Der Radstand ist fünf Zoll länger als beim Benzinmodell. Warum? Um den Akku weiter hinten unterzubringen. Das Ergebnis? Mehr Beinfreiheit hinten.
Der Laderaum ist konkurrenzfähig.
- Sitzplätze: 20 Kubikfuß.
- Sitze umgeklappt: 56 Kubikfuß.
Das ist nicht riesig. Der BMW iX bietet mehr. Aber es ist praktisch für Lebensmittel, Sporttaschen oder ein Paar Ski. Es gibt auch einen frunk (Vorderkoffer). Es ist klein – etwa 3 Kubikfuß – aber ideal für Ladegeräte oder schmutzige Schuhe. Halten Sie den Kofferraum sauber.
Die Coupé-Version (das Modell mit abfallender Dachlinie) opfert etwas vertikalen Raum. Das erfahren Sie bei einer Probefahrt. Aber es sieht besser aus. Es gibt Kompromisse.
Sicherheit und Fahrerassistenz
Porsche beinhaltet die Grundlagen. Standardfunktionen:
- Automatisierte Notbremsung
- Adaptive Geschwindigkeitsregelung
- Spurhalteassistent
Für den Fernparkassistenten können Sie extra bezahlen. Für eine 360-Grad-Kamera kann man extra bezahlen. Dabei handelt es sich um „Nice-to-have“, nicht um „Must-haves“. Der Cayenne kommt mit hoher Geschwindigkeit gut zurecht. Sobald Sie die Grenzen kennen, brauchen Sie die Kameras nur noch selten.
Überprüfen Sie die Websites von NHTSA und IIHS auf Absturzstatistiken. Porsche schneidet in der Regel gut ab. Sie priorisieren Struktur und Airbag-Platzierung. Es ist schließlich ein schweres Auto.
Garantie: Das Kleingedruckte
Hier ist der Haken.
Die eingeschränkte Garantie ist Standard: 4 Jahre oder 50,00 Meilen. Der Antriebsstrang folgt diesem Beispiel.
Die Batteriegarantie beträgt 8 Jahre oder 100,00 Meilen.
Vergleichen Sie das mit Tesla. Tesla bietet eine unbegrenzte Kilometerleistung der Batterie für 8 Jahre an. Porsche begrenzt Ihren Wert auf 100.000. Es ist ein Unterschied. Für die meisten Käufer sind 100.000 ausreichend. Für Flottenbetreiber oder Fernpendler gewinnt die unbegrenzte Laufzeit von Tesla. Aber für eine durchschnittliche Familie, die das Auto sieben Jahre lang behält? Porsche ist sicher.
Keine kostenlose Wartung. Für Reifenwechsel und Inspektionen müssen Sie weiterhin bezahlen. Es sind die Gewohnheiten der inneren Verbrennung, die man nur schwer aussterben kann.
Abschließende Gedanken
Lohnt es sich?
Der Porsche Cayenne Electric ist nicht nur ein Benzinauto mit einer am Boden festgeklebten Batterie. Es ist konstruiert. Die Handhabung ist scharf. Der Ladevorgang geht schnell. Der Markenwert bleibt erhalten.
Luxuskäufer sind skeptisch. Sie wollen Reichweite. Sie wollen Geschwindigkeit. Sie wollen Status.
Dieses Auto bietet alle drei. Das Turbo-Modell ist eine Landyacht mit dem Herzen eines Supersportwagens. Das Basismodell ist ein kompetenter, schneller Luxus-SUV.
Es ist nicht perfekt. Der Laderaum ist nicht erstklassig. Die Garantiekilometer sind begrenzt. Aber es fährt wie kein anderes Elektrofahrzeug in diesem Segment. Der Lucid Gravity ist geräumiger. Der Rivian R1S ist robuster. Aber können sie so tanzen?
Wahrscheinlich nicht.























