Jetour wird 2027 mit einem abenteuerorientierten SUV und der Ute-Reihe nach Australien kommen

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Ein neuer Akteur bereitet sich auf den Eintritt in die australische Automobillandschaft vor. Jetour, eine Marke unter dem Dach der Chery Group, hat Pläne angekündigt, ihre Fahrzeugpalette bis 2027 in Australien auf den Markt zu bringen, um der wachsenden Nachfrage nach abenteuerlustigen SUVs und robusten Nutzfahrzeugen gerecht zu werden.

Der Einstieg der Marke kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da chinesische Hersteller zunehmend über budgetfreundliche Modelle hinausgehen und leistungsstarke, technologisch fortschrittliche Fahrzeuge anbieten, die etablierte Traditionsmarken in Frage stellen.

Ein strategischer „Traummarkt“-Einstieg

Ke Chuandeng, Präsident von Jetour International, hat Australien als „Traummarkt“ für die Marke identifiziert. Diese Begeisterung wird durch die starke Übereinstimmung zwischen der Produktphilosophie von Jetour und der Affinität der australischen Verbraucher zu Outdoor-Lebensstilen und Freizeitfahrten angetrieben.

Der Rollout soll schrittweise erfolgen:

Phase 1: Die T-Serie (Anfang 2027)

Der Schwerpunkt der ersten Markteinführung liegt auf den T1- und T2-Modellen. Hierbei handelt es sich um mittelgroße SUVs mit einheitlicher Karosserie, die auf Vielseitigkeit ausgelegt sind und über eine Vielzahl von Antriebsoptionen verfügen, darunter Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs).

Phase 2: Schwerlast-Geländewagen und Kleintransporter (Ende 2027)

Nach der ersten Markteinführung plant Jetour die Einführung seiner robusteren Leiterrahmenmodelle:
* G700 SUV: Ein großer Hochleistungs-Offroader.
* F700 Ute: Ein Doppelkabinen-Pickup, der sowohl für Nützlichkeit als auch für Luxus konzipiert ist.

Hohe Leistung trifft auf Geländetauglichkeit

Der Spitzenreiter in der Produktpalette von Jetour ist der G700 SUV. Trotz seines beachtlichen Gewichts von über 3.000 kg kann das G700 mit beeindruckenden Spezifikationen aufwarten:
* Antriebsstrang: Ein 2,0-Liter-Turbobenziner gepaart mit zwei Elektromotoren.
* Leistung: Eine enorme kombinierte Leistung von 665 kW und 1135 Nm.
* Beschleunigung: 0–100 km/h in nur 4,6 Sekunden.
* Fähigkeit: Eine gebremste Anhängelast von 2.500 kg und drei Differenzialsperren für anspruchsvolles Gelände.

Der F700 ute soll diese Robustheit widerspiegeln und eine 3.500 kg Anhängelast und möglicherweise einen Diesel-Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang für Langstreckenreisende bieten.

Der „Preiskampf“-Falle entgehen

Einer der bemerkenswertesten Aspekte der Strategie von Jetour ist die Weigerung, sich auf direkten Preiswettbewerb einzulassen. Während Konkurrenten wie der BYD Shark 6 auf Erschwinglichkeit setzen, will Jetour den F700 als Luxus-Pickup positionieren.

„Wir wollen keinen Preiskampf mit chinesischen oder anderen ausländischen Marken. Wir wollen unseren eigenen Wert schaffen“, sagt Ke Chuandeng.

Anstatt mit dem niedrigsten Preis zu konkurrieren, zielt Jetour darauf ab, Kunden durch überlegene Technologie, Leistung und ein erstklassiges Fahrerlebnis zu gewinnen. Dieser Ansatz richtet sich an eine jüngere Zielgruppe von Verbrauchern, die „neue Energie“-Technologie und modernes Design gegenüber traditionellem Luxus-Prestige bevorzugen.

Aufbau der Infrastruktur

Jetour fängt nicht bei Null an. Durch die Nutzung der bestehenden Präsenz ihrer Muttergesellschaft Chery baut die Marke bereits eine lokale Präsenz auf:
* Händlernetzwerke: Strategische Vereinbarungen mit großen australischen Händlergruppen werden derzeit abgeschlossen.
* Lokale Präsenz: Eine eigene australische Tochtergesellschaft und ein Team sind bereits vorhanden.
* Markenidentität: Die Marke wird unter dem Konzept „Travel+“ vermarktet, wobei der Schwerpunkt auf der Integration von Freizeit- und Outdoor-Lifestyle liegt.

Während Chery sein australisches Portfolio weiter ausbaut – zu dem bereits Omoda und Jaecoo gehören – markiert die Aufnahme von Jetour eine deutliche Eskalation des Wettbewerbs in den SUV- und Utility-Segmenten.


Fazit: Der Eintritt von Jetour in Australien stellt einen Wandel in der chinesischen Automobilstrategie dar und geht von wertorientierten Modellen hin zu leistungsstarken, Lifestyle-orientierten Fahrzeugen, die in der Technologie und nicht nur im Preis konkurrieren.