Wenn Ihnen der skurrile Nutzwert des Renault Twizy gefallen hat, hat der spanische Autohersteller Seat einen neuen Konkurrenten im Ring. Der auf dem Mobile World Congress vorgestellte Seat Minimó ist ein Konzeptauto, das speziell für die Mikromobilität entwickelt wurde. Ziel ist es, eine Lücke zu schließen, die in den Innenstädten schon immer unangenehm war. Sie erhalten die wahrgenommene Sicherheit und den Komfort eines Autos, ohne den Park-Albtraum eines herkömmlichen Fahrzeugs.
Wie sein französischer Vorgänger bietet er Platz für zwei Passagiere in einer Tandemkonfiguration. Aber hier enden die Ähnlichkeiten. Der Seat Minimó zeichnet sich durch eine anspruchsvollere Designsprache aus. Es verfügt über zwei echte Flügeltüren und eine höhere Fahrhöhe, die die Fahrposition eines SUV nachahmen soll. Das ist nicht nur ein Spielzeug. Es handelt sich um einen ernstzunehmenden Vorschlag für städtische Carsharing-Dienste.
Warum der Seat Minimó für Stadtfahrer wichtig ist
Die Dimensionen erzählen die wahre Geschichte. Das Fahrzeug ist nur 2,5 Meter lang und 1,24 Meter breit. Es nimmt eine Grundfläche von nur 3,1 Quadratmetern ein. Vergleichen Sie das mit den etwa 7,2 Quadratmetern, die ein Standardauto benötigt. Das Ziel ist einfach. Ermöglichen Sie das Parken auf derzeit für Motorräder vorgesehenen Parkplätzen.
Seat hat dies für dicht besiedelte städtische Umgebungen konzipiert. Das Konzept geht von einer Zukunft aus, in der der Verkehr eingeschränkt ist und die Mobilität von einigen wenigen wichtigen Betreibern und nicht von Privatbesitz abgewickelt wird. Um dies zu unterstützen, nutzt der Seat Minimó ein austauschbares Batteriesystem.
Ziel ist es, einen schnellen Batteriewechsel statt langer Ladewartezeiten zu ermöglichen. Dies ist für die Flotteneffizienz in Shared-Mobility-Modellen von entscheidender Bedeutung.
Wie sich der Seat Minimó an seinen Fahrer anpasst
Die Intelligenz des Fahrzeugs geht über die einfache Navigation hinaus. Es kann tatsächlich das Alter des Fahrers anhand seines Führerscheins erkennen. Wenn der Fahrer 16 Jahre alt ist, beträgt die Höchstgeschwindigkeit 45 km/h. Wenn sie 18 Jahre oder älter sind, schaltet es maximal 90 km/h frei. Dies fügt eine Ebene der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinzu, die für Versicherungen und städtische Verkehrsgesetze von entscheidender Bedeutung ist.
Unter der Haube des Tech-Stacks ist das Auto mit 5G-Konnektivität ausgestattet. Es ist für autonomes Fahren der Stufe 4 konfiguriert. Das bedeutet, dass das Fahrzeug unter bestimmten Bedingungen eine komplette Fahrt ohne menschliches Zutun bewältigen kann. Im Inneren ermöglicht die Integration mit Android Auto den Fahrern die Nutzung des Google Assistant zur sprachgesteuerten Medien- und Systemverwaltung.
Derzeit testet Seat den Seat Minimó auf den Straßen von Barcelona. Sie sammeln reale Daten, um Sicherheitsprotokolle und Benutzererfahrungen zu verfeinern. Wann könnten Sie vielleicht eines kaufen? Es wurde kein Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben. Die Straßen der Stadt sind immer noch das Testgelände.























