Jeep Avenger 2026: Harter Look, enge Räume

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Der Jeep Avenger spielt Ihnen einen Streich. Es handelt sich nicht wirklich um einen Rock Crawler, nicht im mechanischen Sinne. Aber Sie setzen sich ans Steuer, schauen sich um und Ihr Gehirn sagt Ihnen etwas anderes. Es fühlt sich fähig an. Sogar hart. Erinnert im Geiste, wenn auch nicht in der Ausstattung, an den winzigen Jimny.

Die Motorhaube sitzt tief, die Windschutzscheibe ragt steil nach oben und das Armaturenbrett schwebt hoch. Man fühlt sich hochgehoben. Wie ein General, der das Feld überblickt. Eigentlich befindet man sich kaum einen Zentimeter über der Straße, aber die Körperhaltung schafft Realität.

Lagerung ist hier clever.

Oben am Armaturenbrett, direkt vor Ihnen, verläuft eine Ablage. Kein Graben. Kein Fummeln im Handschuhfach. Die Dinge bleiben in Reichweite. Das Ablagefach in der Mittelkonsole ist tief. Die Größe der Türtaschen ist angemessen.

Design, das der Funktion dient.

Der Haken sind die Materialien. Sie sind aus Hartplastik. Sehr schwer. Sofern Sie nicht gleich Geld für die leuchtend gelbe Zierleiste auf dem Armaturenbrett ausgeben, sieht der Innenraum schlicht aus. Fast eintönig.

Der Cupra Born fühlt sich innen reicher an. So auch der BYD Atto 3. Der Smart #1 auch.

Die Passagiere auf dem Rücksitz sind nicht gerade begeistert. Die Beinfreiheit ist knapp. Schlimmer als die Konkurrenz. Der Kofferraum ist für ein B-Segment-Elektroauto in Ordnung, aber ein Peugeot oder Kia frisst den Kofferraum dieses Autos zum Frühstück auf.

Technologie, die das Sortiment spaltet

Jeep lässt Sie raten. Sogar das Kombiinstrument ändert sich je nachdem, wie viel Sie bezahlen.

Kaufen Sie das Einstiegsmodell. Holen Sie sich einen winzigen 7-Zoll-Bildschirm. Langweilig. Statisch. Wenn Sie auf die Ausstattungsvariante „Altitude“ oder „Summit“ wechseln, wächst das Display auf 10,25 Zoll. Plötzlich können Sie es anpassen. Wechseln Sie per Knopfdruck zwischen Karten und Batterieeffizienz. Es ist wichtiger, als Sie erwarten würden.

Der mittlere Bildschirm kommt mir bekannt vor, weil er so ist. Sie haben es im Fiat 500 gesehen. Im Maserati MC20. Überall die gleiche Hardware.

Es sitzt hoch oben auf dem Armaturenbrett, schreit aber nicht nach Aufmerksamkeit. Apple CarPlay funktioniert gut. Auch Android Auto. Darüber steuern Sie auch die Klimaeinstellungen und Sicherheitshilfen.

Die Klangqualität ist unvergesslich. Sechs Redner. Kaum ausreichend.

Und die Häfen.

Zwei USB-Buchsen vorne. Ein einsamer Hafen im Hintergrund. Wenn Sie mehr als zwei Personen haben, deren Batterien leer sind, viel Glück.

Spielt es eine Rolle, wenn die Stimmung so gut ist?