Lancias Wagnis mit einem SUV

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Elf Jahre. So lange gab es bei Lancia nur ein Modell. Ein einzigartiges, einsames kleines Auto auf dem Parkplatz. Das ändert sich jetzt. Das Gamma kommt. Später in diesem Jahr können Sie es kaufen. Es ist ihre zweite Option. Wieder.

Die Form der kommenden Dinge

Das alte Gamma? Sie erinnern sich wahrscheinlich nicht daran. Ein Coupé aus den späten Siebzigern. Eine Limousine, bevor sie im Jahr 1984 verschwand. Exekutive. Steif. Das Neue ist nichts dergleichen.

Dies ist ein „Coupé-SUV“. Schlanke Linien. Versteckte Türgriffe an der Rückseite, wodurch es länger aussieht, als es ist. Die Y-förmigen Tagfahrlichter sind immer noch vorhanden, eine Anspielung auf die Tradition in einem Karosseriestil, den Lancia noch nie zu berühren gewagt hat.

Drinnen ist es still. Minimal.

Wo sind die Knöpfe? Gegangen. Oder meistens. Sie kämpfen mit dem Touchscreen. Das Lenkrad kommt an die Reihe. Klimaanlage? Eine Berührung. Es ist sauber, schlicht. Genau wie der kleinere Ypsilon. Sogar der kleine Tisch ragt aus dem Armaturenbrett heraus, das Tavolino verleiht ihm diesen eigenwilligen, besonderen Charakter.

Beim Design geht es nicht darum, Funktionen hinzuzufügen. Es geht darum, was Sie nicht behalten wollen.

Die Dimensionen sind ein Sprung nach vorne. Sechsundvierzig Komma sieben Zentimeter lang. Fast neunzehn breit. Einen vollen Meter und sechsundsechzig Zentimeter groß. Groß. Vergleichen Sie das mit dem Ypsilon, der auf vier Metern Länge dahinkriecht. Der kleine Cousin basiert auf dem Peugeot 208. Dieses Ding ist erwachsen geworden.

Unter der Haube

STLA Medium-Plattform. Das Stellantis-Rückgrat. Sie können es mit Gas oder Elektronen betreiben. Oder eine Mischung.

Die Gasoption ist ein Hybrid. 108 kW. Wahrscheinlich dieser 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder, den sie überall hinschieben. Es funktioniert.

Bei den elektrischen Varianten wird es allerdings ernst. Sie haben die Wahl:

  • 172 kW. Vorderradantrieb. Mindestens 540 Kilometer Reichweite.
  • 183 kW. Das mittlere Kind. Geschätzte 740 Kilometer. Das ist lang.
  • 280 kW. Doppelmotor. Allradantrieb. 675 Kilometer. Schnell und kompetent.

Die Produktion geht Richtung Süden. Italien. Melfi. Es wird eine gemeinsame Linie mit dem DS 7 und 8 sowie dem Jeep Compass haben. Effizient. Utilitaristisch.

Eine fragile Zukunft

Ein SUV ist gut. Aber ein SUV reicht nicht aus.

Bis 2028 vielleicht drei Modelle, wenn der Delta auftaucht. Danach? Niemand weiß es. Niemand plant weit.

Erinnern Sie sich an Carlos Tavares? 2021. Er hat alle aufgekauft. Habe zwölf Marken gesagt, sie sollen weggehen und sich selbst reparieren. Geben Sie ihm ein Jahrzehnt Zeit. In dieser Branche läuft die Zeit schnell davon.

Jetzt ist es Antonio Filosa. FaSTLAne 2020-Plan. Der Fokus wird enger. Siebzig Prozent des Budgets gehen an Fiat, Peugeot, Jeep, Ram. Auch gewerbliche Transporter. Sie verdienen Geld. Die anderen? Links hält die Tasche.

Alfa Romeo? Jetzt regional. Citroën? Dasselbe. DS und Lancia bekamen das schlechteste Angebot. „Heritage-Marken“. Klingt schick. Das bedeutet wirklich, dass es sich um Waisen unter der Kontrolle von Fiat bzw. Citroën handelt. Kann eine Marke als Waise überleben? Vielleicht. Lancia hat es versucht.

Sie haben den Ypsilon im Jahr 2024 auf den Markt gebracht. Eine nette Kleinigkeit. Moderne Plattform. Elektrische Option. Wunderschöner Stil. Hat es jemand gekauft? Nicht viele.

Der Umsatz brach ein. Von 40.000 Einheiten pro Jahr auf knapp über 110.000 in 25 Jahren? Warte, nein. Nur 11.000.

Die Preise sind gestiegen. Das Auto wurde größer. Dem Markt war es egal. Also bauten sie einen SUV. Eine mutige Sache. Wird das Gamma Lancia davor bewahren, zum Logo auf einer Motorhaube zu werden? Oder nur eine etwas teurere Fußnote in der Tabelle von Stellantis?

Wer weiß. Wir warten auf die Bewertungen. Und die Rechnungen. 🍂