Steve Milette, Chef von Nissan Australia, ließ eine Bombe platzen. Die Skyline könnte zurück sein. Diesmal nicht als langweiliger Familientransporter, sondern als scharfkantiger Nismo -Sportwagen.
Dreißig Jahre sind eine lange Zeit. Eine Generation.
Bei der Eröffnung des landesweit ersten Nismo Performance Centre in Sydney nahm Milette kein Blatt vor den Mund. Auf Drängen der Presse, darunter auch von CarExpert, gab er zu, dass die Idee durchaus auf dem Tisch liege.
„Du bist nicht der Erste, der fragt.“
Er sieht eine Veränderung im Wind. Limousinen haben einen Moment Zeit. Ein stilles Wiederaufleben, aber es ist da.
Dabei geht es nicht nur darum, Metall zu bewegen. Es geht um „Heartbeat“-Modelle. Sie kennen den Typ. Autos wie der Nissan Z. Sie bewegen nicht Millionen von Einheiten wie der X-Trail oder Patrol, aber sie verleihen der Marke Seele. Ohne sie wäre Nissan nur ein weiterer Zulieferer von Nutzfahrzeugen.
Das Auto selbst wurde bereits im April getestet. Runde Rücklichter. Die ikonischen „Kochplatten“. Erwarten Sie die Enthüllung später in diesem Jahr. Japan bekommt es zuerst, im Jahr 2027 zum Verkauf.
Erinnern Sie sich an die alten Zeiten? Die Skyline war hier nicht immer eine Kultikone. Im Jahr 1991 war der lokal gebaute R31 nur eine weitere große Limousine, die gegen den Holden Commodore und den Ford Falcon um Boden kämpfte. Mainstream. Für die meisten unauffällig.
Dann verschwand der Name. Nur hundert R32 GT-Rs schlüpften durch. Nur hundert. Danach verschwand der Name Skyline in den australischen Ausstellungsräumen.
Im Ausland überlebte es. Hier verschwand die große Drei-Box-Limousine, aufgefressen von SUVs und Doppelkabinen. Die Skyline verschwand jedoch nicht – sie trug nur ein anderes Abzeichen. Der Q50, Q60, Q70. Infiniti. Gleiche Knochen, andere Haut.
Aber die Leute? Die Menschen erinnern sich an die Echten.
„Ist es ein wichtiger Moment in Bezug auf unser Portfolio? Das müssen wir erforschen.“ — Steve Milette
Milette gibt zu, dass eine großvolumige Rendite unwahrscheinlich ist. Das wird nicht Ihr neuer X-Trail sein. Es ist ein Heiligenschein. Eine Aussage.
Die Begeisterung ist spürbar. Private Importe alter Skylines strömen ins Land. Australier horten sie. Wir besitzen 7 % aller jemals hergestellten R32 GT-R. Zwanzig Prozent aller R33. Wahnsinnige 36 % aller R34. Das ist die globale Dominanz auf den Parkplätzen eines einzelnen Landes.
Ein Nostalgietrip wird die neue 14. Generation allerdings nicht. Nissan besteht darauf. Keine Retro-Stylingpasten. Die Teaser zeigen kantige Frontpartien, LED-Streifen, eine moderne Aggressivität. Es wird die Basis des neuen Nissan Z nutzen – im Wesentlichen eine Limousinenversion dieses Coupés.
Was zum größten Gerücht von allen führt. Die Übertragung.
Der Nismo Z kommt endlich mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe nach Australien. Vorher? Nur automatisch. Enthusiasten schrien. Jetzt haben sie eine Chance.
Nissan hat in den USA bereits Schaltgetriebe für die neue Limousine bestätigt, die als Infiniti Q50 getarnt ist. Warum nicht hier?
Es würde perfekt passen. Unten der R36 GT-R, oben der Z. Vielleicht ein 3,0-Liter-V6. Vielleicht mehr Drehmoment als der Standard-Z. Eine echte Fahrerlimousine.
Gibt es hier auch ein Handbuch?
Es scheint zu schön, um wahr zu sein. Oder genau richtig. Das erste Nismo Performance Centre wird Ende 2026 in Melbourne eröffnet. Vielleicht klart dann der Himmel wirklich auf. 🌩️
Jetzt warten wir. Wir fragen uns, ob die großen roten Knöpfe nur Nostalgie sind oder ob Nissan bereit ist, uns die Maschine zurückzugeben, die eine Ära definiert hat.























