Lotus bringt den Esprit zurück. Und es ist laut.

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Es gibt guten Willen für Lotus. So viel davon. Zu sehen, wie diese Norfolk-Ikone durch eine Krise nach der anderen stolpert, fühlt sich falsch an. Wir beobachten seit Jahrzehnten, wie sie scheitern. Eigentümer kommen und gehen und hinterlassen eine Spur gebrochener Versprechen.

Geely besitzt sie. Der chinesische Konzern, der Volvo entdeckt hat. Man könnte meinen, sie würden das auch beheben. Neun Jahre später? Stolpere immer noch. Nach dem Scheitern des Plans „Vision 18“ häuften sich die Personalkürzungen. Bis zum Jahr 2028 wollten sie 150.000 Autos bauen. Letztes Jahr schafften sie weniger als siebentausend. Yikes.

Ich erinnere mich an den Pariser Autosalon 2010. Damals unter Proton. Chef Dany Bahar stand mit fünf neuen Autokonzepten da. Er nannte es ein „komplettes Remake“. Deutlich. Spannend. Eine glänzende Zukunft. Keines dieser Autos wurde jemals gebaut. Nicht einmal annähernd. Es war eine Geisterparade.

Jetzt kommt ein neuer Plan.

Dieser hier fühlt sich… anders an. Kleiner, sicher. 30.000 Autos pro Jahr sind das Ziel. Hybride mischen sich ein, anstatt jeden Fahrer über Nacht in eine Elektrobox zu zwingen. Es fühlt sich realistisch an. Vielleicht sogar bescheiden. Das ist eine seltene Eigenschaft im Autoland.

Und da ist ein Auto.

Ein Benzin-Supersportwagen. Fast 1.000 Brems-PS. Der Name Esprit kehrt zurück. Das Teaserbild? Scharf. Aggressiv. Es funktioniert. Aber machen wir uns klar, was das eigentlich ist. Ein Halo-Auto. Es wird die Rechnungen nicht bezahlen. Die Lautstärke kommt von woanders. Das vernünftige Zeug. Das erschwingliche Zeug.

Der Eletre-SUV und der Emeya GT spalten die Menge. Puristen hassen die Größe. Aber erweitern Sie den Anwendungsbereich, fügen Sie einen Hybridantriebsstrang hinzu, wie es der neue Eletre X vorschlägt, und plötzlich könnten sich die Leute dafür interessieren. Vielleicht kaufen sie sie sogar.

Dann ist da noch die Emira. Ein richtiger Zweisitzer. Wenn Lotus diesem Auto etwas Liebe schenkt und den Antriebsstrang aktualisiert, erinnert das alle daran, wofür sie eigentlich berühmt sind. Leicht. Ausgewogen. Spaß.

Kann eine britische Marke im Besitz Chinas wieder erfolgreich sein? Sicher. Es passiert ständig. Ein lebhafter Lotus würde sich gut anfühlen. Rechts. Wie ein kleiner Sieg gegen den Strom. Wir feuern sie an. Das sind wir wirklich. Diesmal.

Hoffen wir, dass sich auch dieser Plan nicht wie Rauch in Luft auflöst.