Stellantis hat gestern eine Produktoffensive gegen Investoren gestartet. Neben der Rückkehr des 2CV? Ein neuer Bär. Der Fiat Grizzly. Es ist weniger Hype-würdig als der kleine Retro-Klassiker, aber es ist wichtiger für das Überleben der Marke. Fiat braucht Größe. Sie haben es nur in Transportern und Kleinstwagen.
Kleine Autos lassen keine Menschen wachsen
Im Moment sind europäische Fiats… klein. Der 500. Der Panda. Der Große Panda. Der 600. Alles unter 4,2 Meter. Das Größte, in dem man tatsächlich leben kann, ist der Ulysse-Minivan. Es fühlt sich einschränkend an. Der Grizzly verändert die Geometrie.
Es gibt ihn in zwei Geschmacksrichtungen. Ein normaler SUV, praktisch und aufrecht. Und ein „Coupé-SUV“, was ein schräges Heck bedeutet, das Kopffreiheit für Stil verschlingt. Schlau.
Die Bilder deuten auf Verwandtschaft hin. Schauen Sie genau hin und Sie sehen den Opel Frontera und den Citroen C3 Aircross, die zurückstarren. Es teilt DNA. Hat wahrscheinlich auch die gleiche Länge, vielleicht sogar etwas kürzer als der 4,4 Meter lange Frontera. Es passt in eine Lücke.
Der C3 Aircross und der Grenada teilen sich Sitze – manchmal sieben. Der Grizzly? Wer weiß. Vielleicht fünf. Vielleicht sechs. Die Stille ist hier ohrenbetäubend.
Die Knochen sind Stellantis-Standardmaterial. Die Smart-Car-Plattform. Es nimmt Benziner, Mild-Hybride oder Elektrofahrzeuge ohne mit der Wimper zu zucken.
Was steckt also unter der Haube? Die Logik besagt, dass der Grizzly Anleihen bei seinen Cousins macht. Die 48-V-Mildhybride sind normalerweise mit einem 1,2-Liter-Turbodreizylinder ausgestattet. Er leistet 81 kW oder bei Bedarf kräftigere 107 kW. Auf der Citroën-Seite gibt es auch eine einfache 74-kW-Option ohne elektrische Unterstützung. Rein analog.
Für das Elektroset? Der Antrieb erfolgt durch einen 83-kW-Motor. Die Batterie hat eine Kapazität von 44 kWh. Die Reichweite liegt bei rund 400 Kilometern WLTP. Nichts Wildes. Aber genug, um Tankstellen die meiste Zeit der Woche zu ignorieren.
Zu spät zur Party?
Serienmodelle erscheinen im Oktober auf dem Pariser Autosalon 2026. Sie werden gemeinsam mit dem 2CV-Konzept im Rampenlicht stehen. Eine merkwürdige Paarung. Die antike Ikone neben dem klobigen modernen Bären.
Stellantis will bis 2030 60 neue Autos. Das ist ihr FaSTLAne-Plan. Geschwindigkeit zählt. Der Bau des EV 2CV beginnt im Jahr 2028. Der alte Panda, der bereits 2004 auf den Markt kam – Moment, im Text stand 2011, aber jeder weiß, dass der alte uralt ist – bekommt dann auch einen Ersatz. Ein Fiat-Geschwister des Citroen.
Jeep, Ram, Dodge. Chrysler auch. Der niederländische Autohersteller wirft alles an die Wand.
Ist der Grizzly die Zukunft? Oder nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung? Es treibt die Marke ein wenig voran. Höhere Preise. Hoffentlich bessere Innenräume.
Der Markt wartet. Immer warten.























