Mavis Tire kauft Pep Boys: Was das für die Autoservicebranche bedeutet

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Der Kfz-Ersatzteilmarkt ist wieder in Aufruhr. Mavis Tire schnappt sich Pep Boys von Icahn Enterprises. Das Preisschild? Ungefähr 700 Millionen US-Dollar in barem, barem Geld.

Dabei handelt es sich nicht nur um eine Eigentumsübertragung. Es handelt sich um eine strategische Neugestaltung der Frage, wer Ihr Auto repariert und wo er es repariert. Icahn Enterprises behält die Immobilien zusammen mit zwei anderen Schwergewichten: AAMCO Transmissions und Precision Tune. Also erhält Mavis den Namen, die Orte und die Rollen der Pep Boys. Icahn behält das physische Land und einige andere Dienstleistungsketten. Es ist ein chaotischer, aber effektiver Deal.

Mavis expandiert schnell. Mittlerweile betreiben sie über 4.400 Zentren in den USA und Kanada. Zuvor hatten sie eine starke östliche Präsenz. Pep Boys bringt eine starke Western-Präsenz mit. Die Mischung verändert das Spiel für regionale Fahrer.

Warum Mavis Pep Boys gekauft hat

David Sorbaro, Co-CEO von Mavis, bezeichnete Pep Boys als „einen der angesehensten Namen“. Respekt zahlt sich nicht für Reifen aus. Aber ein treuer Kundenstamm schon. Pep Boys hat fast 800 Geschäfte. Sie verkaufen Batterien. Sie wechseln das Öl. Sie kümmern sich um Reparaturen. Die Lieferkette erhält einen Schub. Es gibt jetzt eine landesweite Abdeckung, nicht nur regional.

Icahn kaufte die Kette bereits 2016. Sie zahlten etwa 1 Milliarde US-Dollar. Der Verkauf für 700 Millionen Dollar klingt nach einem Verlust. Zahlen erzählen jedoch nicht die ganze Geschichte. Icahn behielt die Immobilie. Das ist ein großer Vorteil. Sie behielten auch AAMCO und Precision Tune. Diese Marken existieren immer noch unter Icahn. Es handelt sich also nicht um eine vollständige Veräußerung von Vermögenswerten. Es ist eine Umstrukturierung. Mavis bekommt die Servicezentren. Icahn behält die Infrastruktur und andere Marken.

O’Reilly Eyes NAPA

Während Pep Boys den Besitzer wechselt, umkreist O’Reilly Auto Parts einen weiteren Giganten. Bloomberg berichtet, dass O’Reilly 10 Milliarden US-Dollar für die NAPA-Autoteilesparte geboten hat. Damit würden sie den konkurrierenden Teilehändler Genuine Parts Company (GPC) nutzen.

Es ist eine gewaltige Wette. 10 Milliarden US-Dollar sind eine Menge Geld für den Teilevertrieb. Wenn es durchkommt, dominiert O’Reilly die Regalfläche. Aber GPC bestätigte das Angebot nicht. Ihr CEO Will Stengel blieb vage. Er sprach von „dynamischen globalen Umgebungen“ und geplanten Trennungen bis 2027. Die Trennung steht bevor. Wann und wie viel? Das ist die offene Frage.

Die jüngsten Gewinne von GPC zeichnen ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um 6 % auf 6,54 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz ist gestiegen. Rentabilität? Nicht so sehr. Der Nettogewinn sank von 255 Millionen US-Dollar auf 228 Millionen US-Dollar. Die Margen werden knapp. Sind es Zölle? Kosten der Lieferkette? Vielleicht beides. Der Bericht erwähnte zuvor explodierende Reparaturkosten, bezog sich jedoch nicht ausschließlich auf die Handelspolitik. Einfach „explodiert“.

Das Gesamtbild

Wir erleben eine Konsolidierungswelle. Weniger große Spieler. Mehr Macht in den Händen derjenigen, die die Lieferkette kontrollieren. Mavis ist gerade größer geworden. O’Reilly könnte noch größer werden. Was passiert mit dem unabhängigen Ladenbesitzer? Sie sind mittendrin gefangen. Die Preise könnten hoch bleiben. Die Auswahl könnte eingeschränkt werden.

Icahn verließ Pep Boys. Aber sie sind immer noch mit AAMCO im Spiel. Das Immobiliengeschäft ist klug. Ihnen gehört das Land, Sie überleben den Umsatz. Mavis besitzt jetzt das Serviceversprechen. Können sie es schaffen? Mit 4.400 Standorten ist die Größe auf ihrer Seite. Die Ausführung ist der eigentliche Test.

O’Reillys Angebot für NAPA rückt immer größer in den Vordergrund. Wenn dieser Deal zustande kommt, sieht die Teilelandschaft völlig anders aus. NAPA ist überall. O’Reilly würde einen erheblichen Teil der Aftermarket-Pipeline kontrollieren. Genuine Parts bereitet sich unabhängig vom Angebot auf eine Aufteilung im Jahr 2027 vor. Die Teileabteilung wird also sowieso zum Verkauf stehen. O’Reilly will es einfach zuerst.

Wer gewinnt hier? Verbraucher erhalten möglicherweise weniger Optionen. Ketten werden größer. Unabhängige Mechaniker haben möglicherweise Probleme mit der Teileverfügbarkeit oder der Preisgestaltung. In manchen Sektoren entwickelt sich langsam eine Monopolstellung. Wir sehen es bereits an den Reparaturkosten.

Bedeutet das einen besseren Service? Oder einfach höhere Rechnungen für weniger Auswahl