Jenseits von Wolfsburg: Erkundung der vielseitigen Autogeschichte der Autostadt

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Die meisten Menschen verbinden Volkswagen mit dem Käfer und dem Golf. Aber fahren Sie nach Wolfsburg, Deutschland, und Sie werden eine andere Geschichte vorfinden.

Autostadt.

Es klingt wie ein Slogan. Das ist es nicht. Es handelt sich um einen 70 Hektar großen Themenpark für Autos, der direkt im Schatten der Hauptfabrik liegt. Wenn Sie Räder mögen, sind Sie hier genau richtig. Sieben Pavillons. GruppenForum. Das Zeithaus-Museum. Zwei Millionen Besucher pro Jahr kommen nicht nur zum Schauen. Sie spüren das Metall, riechen das Leder und fahren.

Und es ist nicht nur VW.

Das ist der Clou. Die Sammlung ist äußerst vielseitig. Wenn Sie durch die Tore gehen, erwarten Sie schlicht und einfach deutsche Ingenieurskunst. Dann sehen Sie die Kuriositäten. Die Seifenblasenautos. Die Wunder der Vorkriegszeit. Es ist eine chaotische, wunderschöne Zeitleiste darüber, wie wir gelernt haben, uns auf dem Planeten fortzubewegen.

Wo man anfangen soll: Das GroupForum und die Pavillons

Das Layout wurde im Mai 2000 eröffnet und ist intuitiv. Sie starten am Eingang des GroupForums. Von da an ist es ein Rundgang durch die Marken. Jedes Label des Volkswagen Konzerns hat einen eigenen Pavillon. Doch die wahre Seele der Autostadt liegt in den Exponaten.

Sie können durch Jahrzehnte der Automobilkultur wandeln. Es geht nicht nur um Spezifikationen. Es geht um Wirkung. Warum war dieses Auto wichtig? Wie hat es unsere Lebensweise verändert?

Die Seite ist zum Eintauchen konzipiert. Man liest nicht einfach nur eine Gedenktafel. Sie setzen sich auf den Fahrersitz. Sie probieren die Technologie aus. Es ist auf eine Weise interaktiv, die statische Museen im Vergleich dazu staubig wirken lässt.

Das Seifenblasenauto, das in der Vergangenheit flog

Nicht jedes ausgestellte Fahrzeug hat vier Räder. Nehmen Sie den Messerschmitt KR200.

Es ist ein Dreirad. Ein Seifenblasenauto. Es sieht aus wie aus einem Science-Fiction-Comic aus den späten 1950er Jahren. Die Geschichte hier ist düster pragmatisch. Messerschmitt baute Flugzeuge. Dann, nach dem Zweiten Weltkrieg, durften sie das nicht mehr. Also bauten sie Kleinstwagen.

Es ging ums Überleben.

Als die Beschränkungen aufgehoben wurden und die Flugzeuge wieder in Produktion gingen, verkaufte das Unternehmen die Designrechte. FMR übernahm und produzierte diese skurrilen kleinen Kapseln bis 1964 weiter. Es ist ein faszinierendes Stück Industriegeschichte. Ein Unternehmen, das gezwungen ist, sich anzupassen oder zu sterben, indem es militärische Technologie in persönliche Mobilität umwandelt.

Die längste Produktionslinie der Geschichte

Ohne den Käfer kann man von Volkswagen nicht reden.

Im Zeithaus ist der Kontrast krass. Auf der einen Seite: ein Käfer von 1938. Auf der anderen Seite: das Allerletzte, 2003 in Mexiko produziert.

Fünfundsechzig Jahre.

Das ist eine absurd lange Zeit, bis ein einzelnes Autodesign in Produktion bleibt. Es ist die längste Laufzeit eines einzelnen Modells in der Geschichte. Die Version von 1938 zeigt die Ursprünge. Das Modell von 2003 zeigt die Ausdauer.

Der letzte ging nicht, weil die Leute sie nicht mehr wollten. Wegen der Emissionsvorschriften ist es abgereist. Auf vielen Märkten war der Verkauf solcher Neuwagen nicht mehr legal. Ein trauriges Ende für eine Ikone, aber ein Beweis dafür, wie ausgereift und langlebig sie war.

Der Van, der eine Generation prägte

Dann gibt es noch den Typ 2.

Sie kennen es vielleicht als Transporter. Oder der Kombi. Oder der Microbus. Die meisten Amerikaner nennen es Camper Van. Es wurde 1950 eingeführt und entwickelte sich zu einem kulturellen Grundbestandteil.

In der Autostadt gibt es eine spezielle Variante aus dem Jahr 1950. Aber es ist für Sinalco gemalt, ein deutsches Erfrischungsgetränk.

Hier ist eine Pub-Tatsache, die erfunden klingt, aber wahr ist. Sinalco ist die Abkürzung für sine Alcohol, lateinisch für „ohne Alkohol“. Es wurde 1902 erfunden und ist in Deutschland immer noch ein Verkaufsschlager. Der Transporter wirbt für eine Marke, die ihren Markt besser versteht als die meisten Autohersteller.

Mit dem elektrischen ID Buzz bringt Volkswagen den Geist dieses Transporters zurück. Aber wenn man sich dieses Vintage-Modell aus dem Jahr 1950 ansieht, erkennt man, warum es unsere Fantasie nie wirklich verlassen hat. Es war nicht nur ein Fahrzeug. Es war Freiheit.

Andere Kuriositäten

Die Glaskästen, in denen die Klassiker aufbewahrt werden, sind nicht leer.

Ein Benz Velo Cabrio aus dem Jahr 1989 steht ruhig in der Nähe. Karl Benz, der Pionier, mit dem alles begann, entwarf dies im Jahr 1899. Es erinnert daran, dass es bereits Menschen gab, die versuchten, die pferdelose Kutsche zu motorisieren, bevor es Volkswagen gab.

Ein VW 411 LE aus dem Jahr 1970 ergänzt die Mischung. Eine Luxuslimousine ihrer Zeit. Man vergisst leicht, dass VW früher „richtige“ Limousinen herstellte, bevor man sich so stark auf Schrägheckmodelle und SUVs konzentrierte.

Und verpassen Sie nicht den im Freien geparkten Porsche 911. Klassiker. Zeitlos.

Das Essen zum Mitnehmen

Die Autostadt ist kein Firmen-Show-and-Tell. Es ist ein Fest.

Ja, es gehört demselben Unternehmen, das auch Ihren Familien-SUV herstellt. Aber die Sammlung respektiert das Seltsame, das Gescheiterte und das Historische ebenso wie das Gewinnbringende.

Sie kommen herein und erwarten, Volkswagen zu sehen. Wenn Sie hinausgehen, denken Sie daran, dass Mobilität chaotisch, experimentell und unendlich interessant ist.

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