Lotus gibt es immer noch.
Es war nicht schön.
Jahrelang schwankte die britische Marke am Rande der Vergessenheit. Finanzielle Probleme. Besitzerwechsel. Endlose „Neuanfänge“, die nie wirklich hängen blieben. Aber dieses Mal fühlt es sich anders an.
Echte Veränderung. Nicht nur PR-Spin.
Die Umstrukturierung Ende letzten Jahres hat den Unternehmensnebel geklärt. Noch wichtiger ist, dass Lotus gerade seinen Performance Hub in Hethel eröffnet hat. Ja, die historische Fabrik. Es geht nicht mehr nur darum, Autos für Lotus zu bauen. Es teilt sein Fachwissen, seine High-Tech-Linien und seinen Raum mit anderen Herstellern.
Dies sichert die Zukunft der Automobilmontage in Großbritannien. Endlich.
Auch die Produktpalette verändert sich. Das elektrische Hyperauto Evija? Der Verkauf läuft schleppend. Der Elétre-SUV? Demnächst Erweiterung um eine Plug-in-Hybrid-Variante. Und freuen Sie sich auf das Jahr 2028 mit einem völlig neuen Esprit mit V8-Antrieb.
Aber gerade jetzt? Da ist das.
Der neue Lotus Emira 420 Sport.
Angeblich der leichteste Emira, der jemals gebaut wurde. Außerdem das stärkste Vierzylinder-Serienauto, das Sie derzeit kaufen können. Es wurde entwickelt, weil Kunden Berichten zufolge nach etwas Schärferem verlangten. Etwas mit weniger Masse und mehr Fokus auf die Spur. Lotus geliefert.
Das ändert sich an diesem rennstreckentauglichen Coupé.
Aerodynamik- und Kühlungsoptimierungen
Schauen Sie sich die vordere Stoßstange an. Die unteren Lufteinlässe sind breiter. Warum? Zur Steigerung der Motorkühlung um 15 %. Lüftungsschlitze oben in den vorderen Kotflügeln lassen turbulente Luft aus den Radkästen entweichen.
Möchten Sie mehr Luftstrom zu den Heizkörpern?
Nehmen Sie das vordere Nummernschild ab. Es ist eine einfache Lösung für die Vorbereitung auf den Streckentag. Sie können auch die Blindplatten des Bremskanals entfernen. Verhindert, dass Ihre Scheiben und Bremssättel bei starker Beanspruchung überhitzen.
Abtrieb ohne Widerstand
Die allgemeinen Aero-Optimierungen sind nicht kosmetischer Natur.
Sie erzeugen bei Höchstgeschwindigkeit einen zusätzlichen Abtrieb von 25 kg. Hier ist der Clou: Es gibt keinen Anstieg des Luftwiderstands. Sie erhalten mehr Grip, ohne die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h einzubüßen.
Sind 105.000 Pfund stolz für einen Vierzylinder? Sicher. Aber hier geht es nicht ums Pendeln. Es geht darum, Gewicht zu verlieren und die Grenzen zu schärfen. Lotus hat seinen Fans genau das gegeben, was sie verlangten.
Eine leichtere, gemeinere Emira.
Die Fabrik ist sicher. Die Zukunft sieht klar aus. Und zum ersten Mal seit langem fühlt sich die Straße vor uns weniger wie eine Klippe an.
Nur ein weiterer Tag auf der Rennstrecke.























